Warum finden wir etwas schön

Im letzten Teil „Design & Psychologie“ (https://blogteramod.wordpress.com/2014/05/21/design-psychologie-oder-wieso-teramod-ein-design-fur-das-bose-wave-music-system-entwarf/) habe ich angekündigt, dass wir uns jetzt ansehen, warum Design eigentlich wichtig für die menschliche Psyche ist.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass wir da noch ein paar Zwischenschritte dazwischen schalten müssen. Um zu verstehen, warum wir bei Teramod – und im Besonderen A-Quay, das Cover Gehäuse des Bose Wave Music Systems so umgestylt hat, wie es nun erhältlich ist, müssen wir uns erst einmal ansehen, warum wir überhaupt etwas als „schön“ oder eben „nicht ansprechend“ finden.

Also, eine kleine halb-wissenschaftliche Abhandlung über die Wertesysteme des Menschen mit speziellem Bezug zum Design. Hört sich langweilig und verkopft an? Ist es aber nicht! Weiß man erst einmal etwas über die Bedeutung seiner täglichen Umwelt, kann man dieses Wissen nämlich nutzen, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Nur als ein Beispiel.

Warum finden wir etwas schön?

Viele meinen, etwas schön zu empfinden sei persönlicher Geschmack, der eben nicht zur Diskussion steht und so etwas wie „schon immer da“ gewesen ist oder etwas Statisches wäre.

Nun ja, schaut man sich vergangene Generationen oder sogar Menschen in und deren Umgebung in vergangenen Jahrhunderten an, fällt auf: Der „Geschmack“ ist wandelbar. Er ist aber eines nicht: Unabhängig von der Zeit, in der wir leben. Und er ist auch kein Gott gegebenes Geschenk.

Das Empfinden von dem, was wir als schön empfinden ist abhängig von der Zeit, in der wir Leben. Darüber hinaus ist dies abhängig von unserem Umfeld, in dem wir aufgewachsen sind, in dem wir gelebt haben und nun leben. Dann nur noch zu einem kleineren Anteil tatsächlich abhängig von individuellen Erlebnissen, die sich als „Geschmack“ in das Empfinden geprägt haben.

Heißt das nun, dass wir willenlose Sklaven unserer Zeit und Entwicklung sind? – Nein, ganz im Gegenteil. Wir machen uns nur selbst zu passiven Empfängern unserer Umwelt und ich unterstelle, dass viele Menschen weder wissen, noch reflektieren, warum sie etwas schön finden. Es ist „zu anstrengend“ und „oberflächlich“. „Nicht wichtig“ vielleicht sogar. Es für viele eben vor allem eines: etwas, das man weder verstehen, noch ändern kann oder sollte.

Und dies ist absolut verständlich, spiegelt doch in unserem Verständnis das eigene Empfinden die Persönlichkeit wider. Wer mag das schon in Frage stellen?!

In Frage zu stellen, wäre auch gänzlich nicht der richtige Weg. Das, was bleibt ist, sich zu fragen, in welchem Umfeld wir unser tägliches Leben verbringen und dann mal spaßeshalber in sich hineinzuhören und vielleicht sogar zu reflektieren: Mit wem, was ich über Farben und Formen und deren Einfluss auf die Psyche weiß: Tut mir mein Umfeld gut? Geht es mir gut mit meiner Wohnung, meiner Einrichtung, meiner Kleidung?

Langweilig? Farben und Formen haben eh keinen Einfluss auf unser Empfinden? – Wartet ab! Im nächsten Beitrag schauen wir uns mal die Farb- und Formpsychologie an!

 

 

 

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2 Gedanken zu “Warum finden wir etwas schön

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